Gebrauchtautos: Tipps für Schnäppchenjäger

Montag, Dezember 22nd, 2014. | Kategorie: Kauftipps.
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Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Anschaffung eines Gebrauchtautos geht ins Geld. Wer einen Wagen möchte, der auch nur einigermaßen komfortabel fährt, ist schnell 10.000 CHF los. Um beim nächsten Kauf nicht übervorteilt zu werden, ist es daher wichtig, sich ein Grundwissen anzueignen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die Sie nicht in jedem Internet-Ratgeber lesen können:

Das Leasen von Gebrauchtautos kann sich lohnen

Die Wünsche sind groß, doch das Budget gibt einen Sofortkauf nicht her – diese Situation kennt fast jeder, der auf der Suche nach kostengünstigen Gebrauchtautos ist. Viele Fahrzeughändler bieten mittlerweile Privatleasing-Verträge an, durch die man zu seinem Traumwagen kommt, ohne sich verschulden zu müssen. Der Kunde setzt die monatlichen Raten selbst fest und hat die Möglichkeit, seinen Gebrauchten nach dem Ablauf des Kontrakts zu erwerben. Andernfalls gibt man den Wagen einfach zurück und zahlt die Differenz zum vereinbarten Restwert an den Händler.

Es muss kein BMW sein

Wer glaubt, dass sogenannte “Brot und Butter”-Hersteller wie Opel nach wie vor langweilige Autos bauen, hat die vergangenen 10 Jahre verschlafen. Der Opel Insignia ist quer durch Europa ein Verkaufsschlager und wird von der Fachpresse wegen seines innovativen Designs in den höchsten Tönen gelobt. Die Qualität der Motoren hat sich im Laufe der Zeit ebenfalls verbessert, sodass man mit Gebrauchtautos von Opel getrost in den Urlaub fahren kann. Die gefürchteten “Kinderkrankheiten”, von denen Wagenbesitzer früherer Zeiten regelmäßig heimgesucht wurden, sind schon lange Geschichte.

Die Japaner schließen in der SUV-Kategorie auf

Es lohnt sich immer, einen Blick auf das Fahrzeugangebot von japanischen Firmen zu werfen. Toyota führt hier das Feld an, doch auch Hersteller wie Mitsubishi und Subaru haben exzellente Autos zu bieten. Der Subaru Outback ist als Gebrauchtauto ein echter Geheimtipp. In der Schweiz wird der Offroader ausschließlich als SUV-Kombi angeboten – eine Klasse, die von Modellen wie dem Volvo XC70 und dem Audi Allroad Quattro beherrscht wird. Im Vergleich zu solchen Fahrzeugen ist der Outback ein billiges Vergnügen: Für einen Kaufpreis von weniger als 30.000 CHF bekommt man einen Jahreswagen, der mit jedem erdenklichen Komfort ausgestattet ist.

Rentnerfahrzeuge sind schlechter als ihr Ruf

Rentnerfahrzeuge gelten unter Gebrauchtwagen-Käufern als das Nonplusultra. Bei genauerem Hinsehen ist die Annahme, dass solche Autos den besten Gegenwert fürs Geld bieten, jedoch nichts weiter als ein Märchen. Die Tatsache, dass ein Wagen wenig gefahren wurde, ist noch keine Garantie für einen guten Allgemeinzustand. Im Gegenteil: Wird das Gefährt über Monate nicht bewegt, macht sich dies unter Umständen in Form von porösen Leitungen bemerkbar.

Unglaublich, aber wahr: Es gibt Rentnerfahrzeuge, bei denen die beiden höchsten Gänge komplett eingerostet sind, weil sie so gut wie nie benutzt werden. Dies gilt insbesondere für sogenannte “Garagenwagen”, die einfach ihrem Schicksal überlassen werden. Eine alte S-Klasse aus den 80er Jahren taugt allenfalls noch als Museumsstück – wer auf der Suche nach einem vorzeigbaren Gebrauchtauto ist, sollte jedoch lieber die Finger davon lassen.

Das dicke Ende kommt bei der CO2-Steuer

Die CO2-Emissionen alter Gebraucht-Autos ist oftmals so hoch, dass die Abgabenbelastung jeden vernünftigen Rahmen sprengt. Ein Beispiel: Ein Neuwagen mit einem CO2-Ausstoß von 118 Gramm pro Km kostet überhaupt keine Steuern, während für einen 20 Jahre alten 5er-BMW mehrere Tausend Franken pro Jahr fällig werden. Die Grundlage der Besteuerung bildet das CO2-Gesetz aus dem Jahr 2012, nach dem der Fahrzeughalter ab 130 g/km für jedes zusätzliche Gramm 142.50 Franken zu entrichten hat.

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